Warum ich gerade nicht schreibe

Jeder von euch, die meinem Blog folgen, hat bemerkt, dass ich seit kurz vor Weihnachten nichts mehr geschrieben habe. Eine Twitterbekannte (Überläuferin, hat hier auch einen Blog) hat mich dazu angeregt, zu schreiben, warum ich nicht schreibe. Lustige Idee, wird in die Tat umgesetzt.

Kurz vor Weihnachten habe ich mich mit dem Sinn und Unsinn der staatlichen Corona-Maßnahmen befasst. Dazu habe ich im Facebook ein paar Leute aufgerufen, mir ihre Meinung dazu zu schreiben. Geantwortet hat genau einer, und zwar mein ehemaliger Kollege aus der Gastronomie, der inzwischen wieder in seinem eigentlichen Beruf als Chemielaborant arbeitet. Er hat mir 10 Minuten lang seine Meinung, gebildet aufgrund der Aussagen seiner Chefin und durch seine persönliche Erfahrung in dem Bereich, erzählt. Auf dieser Grundlage wollte ich nach Weihnachten einen Text verfassen. Allerdings habe ich gemerkt, dass zu dem Zeitpunkt bereits schon viel zu eben jenem Thema gesagt und geschrieben wurde. So habe ich das Projekt dann fallen gelassen.

Seitdem suche ich nach einem Thema, worüber ich schreiben könnte. Mir fällt einfach nichts gescheites ein. Ein paar Ideen habe ich zwar, aber dafür müsste ich mich mehr mit der jeweiligen Materie befassen. Und da bin ich schon wieder beim Thema Zeitfresser.

Seit Monaten sind meine privaten Kontakte sehr stark eingeschränkt, wir wissen alle, warum. Die einzigen sozialen Kontakte, die ich pflege, sind (außer meinem Schatz und meinen zwei Jungs, die uns an Weihnachten besucht haben) virtueller Natur. Und sobald man sich dann im Telegram oder Twitter einfindet, verschlingt es jede Menge Zeit, die mir dann wiederum zum Schreiben fehlt.

Ach ja, und eine Fortbildung mache ich zur Zeit auch, die leider wegen des gleichen Zeitfressers auch nur suboptimal läuft. Liegt halt auch daran, dass ich ein äußerst trockenes Thema nach dem anderen abarbeiten muss. Erst waren es Grundlagen der Buchführung, jetzt ist es Betriebsstatistik. Juhu heissa! Manche mögen diese Themen toll finden, ich finde sie nur noch zum K…

Und jetzt ab Montag fange ich eine neue Arbeit an. Callcenter zum Mindestlohn. Toll ist was anderes, aber aufgrund der aktuellen Lage und meiner Vorgeschichte kann ich froh sein, dass ich was habe und nicht ab Mai Hartz IV beantragen muss. Daher passt das schon. Aber es wird mir die Zeit fürs Schreiben und für meine Fortbildung nehmen.

Ich kann euch nur bitten, mir treu zu bleiben. Ich werde wieder schreiben, muss mich halt am Riemen reißen und mir gezielt die Zeit dafür nehmen.

In diesem Sinne: Bleibt gesund und sicher! Wir lesen uns.

One thought on “Warum ich gerade nicht schreibe

  1. Zu schreiben gibt es immer eine Menge. Gut, wenn dich deine Dämonen nicht jagen, fehlt di vielleicht Inspiration. Aber ich würde lieber auf meine Dämonen verzichten. Ständig habe ich das Gefühl, dass ich nicht gut genug bin. Ich bin atomisiert und das einzge, was mir hilft ist es meine depressiven Gedanken zusammen zu fassen und diese zu veröffentlichen, weil dann bekomme ich zumindest etwas Aufmerksamkeit.

    Freue dich, dass du nicht von Hartz abhängig bist. Mein Leben gleicht imme mehr Breaking the Law von Judas Priest. Es interessiert niemanden, ob ich lebe oder ob ich sterbe.

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